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so finanzieren sich Online-Spiele

Online Spiele werden nicht aus Spass ins Netz und dem User zur Verfügung gestellt. Hinter dem Anbieter steht stets ein Unternehmen, das Geld an seiner Website und seinem Onlineangebot verdienen möchte. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die oftmals auch kombiniert werden.

Oftmals werden Online Spiele in verschiedenen Varianten angeboten: als kostenlose Version und mit zahlreichen Werbeeinblendungen, oder als kostenpflichtige Version und ohne Werbung, dafür vielleicht mit einigen zusätzlichen Features. Die meisten Spieler fangen mit der kostenlosen Version an. Erst, wenn sie der Werbung satt sind und alle Funktionen des Spiels freigeschaltet haben möchten, entscheiden sie sich für die kostenpflichtige Version.

Online Spiele als Werbung
Softwareschmieden entwickeln Online Spiele, um für weitere Spiele aus dem Hause zu werben. Im Spiel oder vor / nach dem Spiel wird Werbung eingeblendet und auf die Angebote aufmerksam gemacht. Oftmals handelt es sich bei dem kostenlos zur Verfügung gestellten Browserspiel / Flashgame um eine sehr abgespeckte Version eines kostenpflichtigen Spiels. Aber nicht nur Softwareschmieden entwickeln eigens kleine Spiele für die Eigenwerbung, auch andere werbetreibende Unternehmen. Hier kommt der Begriff virales Marketing ins Spiel. Das Spiel wird kostenfrei zur Verfügung gestellt und in kürzester Zeit mittels Links über das Internet verbreitet – so verbreitet sich das Spiel und die meist dezent integrierte Werbung quasi wie ein Virus über das Internet.

Werbung in online Spielen
Der Großteil der Online Spiele finanziert sich über Werbung. Die Internetportale, die diese Spiele ihren Besuchern kostenfrei zur Verfügung stellt, profitieren durch Einnahmen aufgrund von Werbeeinblendungen. Der Standard ist, dass Werbung am Rande des Spiels eingeblendet wird. Zunehmend gewinnt aber auch das In-Game-Advertising immer größerer Bedeutung. Nicht nur bei online Spielen, sondern auch bei Konsolen- und Computerspielen. Hier wird die Werbung direkt in die Grafik des Spiels und in das Spielgeschehen fest integriert. Experten sprechen dieser Werbeform eine viel versprechende Zukunft voraus – zumindest wenn sie passgenau in das Spiel integriert wird.

Glücksspiele
Kasinos finanzieren sich online und offline generell gleich: Ein Teil des Einsatzes geht oftmals an die Bank, oder die Eigenschaft des Spiels ist so konstruiert, das die Chancen für die Bank generell höher sind als die für die Spieler. Beim Pokern geht ein Teil des Einsatzes an die Bank, da hier die Einsätze nur an die Spieler ausgezahlt werden, und der Pot nicht an die Bank geht. Beim Roulette verhält es sich anders. Hier sind die Gewinnchancen für die Bank höher, und sie finanziert sich auch ohne den Einzug von einem prozentualen Anteil des Einsatzes.

Monatliche Beiträge für online Spiele
Populäre Computerspiele, die auch online gespielt werden, sind stellenweise mit einem monatlichen oder jährlichen Mitgliedsbeitrag verbunden. Hierbei handelt es sich zumeist um zeitintensive Spiele, in der Regel Online-Rollenspiele wie World of Warcraft oder Second Life. Virtuelle Welten also, die Königsklasse der online Spiele. Dass die Spiele kostenpflichtig sind, heisst jedoch nicht gleichzeitig, dass sie auch frei von Werbung sind. Das Betreiben solcher online Spiele ist durchaus kostenintensiv, und oftmals werden sie mehrstufig gegenfinanziert – mit Werbung, monatlichen Beiträge und Kaufpreisen.